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Alpenverein Trier


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Tourenberichte

 

Islandsommer 2011

Elf Wanderfreunde vom Alpenverein Trier haben sich diesen Sommer in Richtung Norden zu einer Trekkingtour in Island aufgemacht. Mit unterwegs waren: Günther und Angelika, Helmut und Marianne, Jörg und Gabi, Anita, Monika, Karin, Renate und Angelika.

 

Nach dem Flug von Frankfurt nach Keflavik warteten wir lange vergeblich am Gepäckband auf Gabis Rucksack, der aber leider bis heute noch nicht wieder aufgetaucht ist. Gabi ließ sich aber dadurch den Urlaub nicht verderben. Mit von uns anderen zusammengeliehenen Kleidern und Ausrüstungsgegenständen hat sie die 2 Wochen Trekking gutgelaunt überstanden.

 

 

  

Die erste Nacht verbrachten wir in einem Hotel direkt an der blauen Lagune in der Nähe von Grindavik. Die blaue Lagune, bekannte Sehenswürdigkeit in Island, haben wir nur besichtigt, zum Baden war es erstens schon recht spät, die Anlage schloss bereits ca. eine Stunde, nachdem wir dort eintrafen und zweitens schreckte uns ein sehr hoher Eintrittspreis ab. Naja, der Name muss halt auch bezahlt werden.

 Am frühen Vormittag des nächsten Tages lernten wir unseren Guide kennen, Arni, einen in Deutschland geborenen Isländer, der seinen Lebensunterhalt als Grundschullehrer verdient und in den Ferien auch als Reiseleiter arbeitet. Die Arnarvatnsheiði, unser Trekkingziel, war seine Spezialität, er kennt und liebt sie schon von Kindheit an. Wir packten alles Gepäck in den Anhänger des Kleinbusses, dann ging's los.

 Heute sollten wir den „Goldenen Zirkel" sehen. Zunächst besichtigten wir die Treibhäuser von Hveragerdi, wo Geothermalwärme für reiche Obst- und Gemüseernten sorgt, danach den Gullfoss, den wasserreichsten Wasserfall Europas. Zur Mittagspause erreichten wir dann die Geysire. Der Geysir selbst spuckt schon lange nicht mehr, aber der Strokkur (das Butterfass) bricht pünktlich alle Viertelstunde aus und ergibt ein phantastisches Fotomotiv. Danach ging die Fahrt weiter nach Pingvellir, dem ältesten Parlament Europas und der Erdspalte zwischen Europa und Amerika. Arni erklärte uns die damit verbundene Geschichte.

 Die zweite, dritte und vierte Nacht der Reise verbrachten wir in Husafell an einem Campingplatz in 2-Personen Hütten. Von dort machten wir an den nächsten beiden Tagen Tageswanderungen mit leichtem Gepäck. Die erste führte zu den Wasserfällen Hraunfossar und Barnafossar, die zweite über einen Bergrücken und die heiße Quelle, die das Schwimmbad von Husafell heizt, bis zu einem Wasserfall am Talende, der über Basaltfelsen zu Tale stürzt. Um hierhin zu gelangen, mussten wir etliche Male einen Bergbach queren, was nicht ganz ohne nasse Schuhe abging...

 Das Trekking begann am fünften Tag der Reise. Nachdem wir Surtshellir, die größten Lavahöhle Islands besichtigt hatten, schulterten wir erstmalig die Wochen-Rucksäcke und es ging los Richtung Hochlandhütte Alftakrokur in der Arnarvatnsheiði. Ziemlich bald setzte Regen ein. Eine breite Furt über einen Gletscherfluß musste ohne Schuhe und Strümpfe überquert werden. Nach der Überquerung setzte der Regen dann richtig kräftig ein, hörte jedoch im Laufe des Tages auch wieder auf. Es sollte der letzte Regen für die Tour gewesen sein. Die Strecke war ca. 25 km weit. Einbrechende Dunkelheit mussten wir bei der gesamten Reise nicht fürchten, das schöne am Polarsommer ist ja, dass es immer hell ist. Abends hatten wir dann in Alftakrokur Hüttenromantik pur, während alle feuchten Kleidungsstücke zum trocknen von der Decke hingen.

Am nächsten Tag ging es weiter zur Hütte Fljotsdrög. Wir liefen querfeldein über die Ebene, immer mit Blick auf die Gletscher Langjökull und Eiriksjökull. Von Fljotsdrög aus führte uns am Tag darauf eine Tageswanderung zu einem Krater (leider namenlos, Günther taufte ihn „Treverius"), dessen Vulkanasche nur ca. 100 Jahre alt war. Ein Teil der Gruppe ging anschließend noch bis zum Gletscher Langjökull. Wir wanderten zunächst über beeindruckende Basaltformationen, dann über Geröll, immer steigend bis zum Eis. Die gesamte Strecke des Tages war ca. 25 Kilometer bei 400 Höhenmetern Steigung.

 Am Sonntag ging es weiter zur Hütte Lonaborg. Die Strecke führte über Steine und durch Heideland. Ein Bach musste übersprungen werden, was sich als tückisch erwies, weil das Ufer so weich war. Die Hütte Lonaborg überraschte uns mit einer Dusche mitten in der Einöde. Das Wasser haben wir mittels Handpumpe vom nahen See in einen Behälter gepumpt und es gab einen gasbeheizten Badeofen. Luxus pur im Hochland!

 Für den nächsten Tag war ein Ruhetag geplant und so zogen wir gegen 23 Uhr los, um am nahen See Netze zum Fischfang auszulegen. Wir hatten auch Erfolg, die Fische wurden gleich anschließend auf einem Tisch an einer Wiese filetiert und über Nacht zur Kühlung in den Bach gehängt, um am nächsten Abend verzehrt zu werden. So gegen 2 Uhr kamen wir dann ins Bett. Am Ruhetag haben wir uns dann mit mäßigem Erfolg im Angeln geübt und die unberührte Natur der Heide genossen. Die H�tte Flotsdr�g mit See und Gletscherberg Eiriksj�kull.

Von Lonaborg aus wanderten wir am Dienstag bis zur Piste, wo der Kleinbus uns und unser Gepäck aufnahm und zum Hof Brekkulaekur fuhr, den wir pünktlich zu Kaffee und Kuchen erreichten. Wir lernten Abbi, den Veranstalter dieser Trekkingreisen kennen. Einige von uns konnten anschließend noch einen Ritt auf Islandpferden genießen, außer Trekkingreisen bietet Abbi auch Reiterreisen an.

Am nächsten Morgen starteten wir mit dem Bus zu einer Besichtigungsfahrt. Wir fuhren an der Küste entlang und besichtigten eine heiße Quelle, Eiderentennester, eine Seehundkolonie, einen im Meer stehenden Vogelfelsen (der Sage nach ein versteinerter Troll) und eine Wikingerfestung. Der Berg war größtenteils natürlich, um ihn zur Festung zu machen, musste nur eine Seite mit Steinen verstärkt werden. Am späten Nachmittag erreichten wir Hvammstangi, wo wir alle ins Schwimmbad gingen und in den Hot Pot, einige probierten auch das Dampfbad aus.

Donnerstag brachte uns der Bus nach Reykjavik. Unser Guide führte uns noch den ganzen Tag persönlich durch seine Hauptstadt, so erfuhren wir sehr viel Wissenswertes. Um 4,30 Uhr am nächsten Morgen bestiegen wir zum letzten Mal den Kleinbus, der uns zum Flughafen Keflavik brachte.

 

Fazit:

Es war eine wirklich schöne und beeindruckende Reise mit Abenteuercharakter.

Und, Island ist schon ein ganz besonderes Land...

 

Angelika Liebkowsky

 

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